Give me your hand - be my friend

Gib mir deine Hand - werde mein Freund


 





Ich heisse Sie herzlich willkommen.


Ich bin am 14. Mai 1957 in Sofia, Bulgarien geboren.
Mein erstes Kätzchen habe ich von der Straße im Jahr 1975 geholt. So fing alles an. Im Jahr 1984 habe ich meinen ersten Hund von der Straße geholt. Er war so unglücklich im regnerischen Tag an einer Bushaltestelle. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich Angst vor Hunden. Allmählich überwand ich diese Angst mit Hilfe dieses Hundes. Ich konnte meine Angst überwinden und habe angefangen die Straßenhunde zu füttern. Mit einer Frau zusammen haben wir angefangen Hunde zu retten, welche aus   Sofia - Losenetz, befreit werden sollten. Die Hunde, welche wir von dort retten konnten, waren in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Wir mussten sie wochenlang heilen. Wir nahmen sie mit in unsere Wohnungen. Leider konnten wir nicht alle Hunde retten, aber einige überlebten. Danach annoncierten wir in Zeitungen (Internet gab es nicht) und wir vergaben die Hunde an passende Menschen. Ich habe so viel Hass bei den Menschen getroffen, aber auch so viel Liebe bei den Hunden gesehen. Ich ging nachts um die Hunde auf den Straßen zu füttern, machte für sie Hütten, aber tagsüber wurden die Hütten von den Menschen zerstört. Aber ich ging wieder los und machte neue, und so schaffte ich es am Ende, dass die Hunde ihren Platz an diesem Ort bekamen. Ich habe zu dieser Zeit in einer Wohnung mit 3 Hunden gelebt und träumte davon mir ein Haus zu kaufen, damit ich mehr Tiere zu mir nehmen kann. Ich habe meinen Traum realisiert und mir ein Haus im Jahr 2001 gekauft, und nahm alle Hunde zu mir, welche in der Straße waren, wo ich lebte. Einige von ihnen sind nicht mehr am Leben, andere sind immer noch bei mir. Aber ich bin wieder nicht glücklich. Seit 10 Jahren kastriere ich Hunde und Katzen, aber die Straßen von Sofia sind voll mit Hunden, Babies, trächtigen Hündinnen und behinderten Tieren. Kann ich alle nach Hause nehmen? Kann ich alle retten? Es tut mir wegen all diesen unglücklichen Seelen weh. Ich fühle mich schlecht, weil die Fürsorge für die Straßentiere nicht in der Politik in Bulgarien vorgesehen ist. Im Jahr 2008 habe ich Gabriele und Sylvana über einen blinden Hund kenengelernt. Seit damals arbeite ich im Verein mit und wir retten alte und behinderte Tiere aus Bulgarien.


Mit mir leben folgende Haustiere:
BARON, 10 Jahre - Riesenschnauzer, männlich
SUSI, 14 Jahre, Riesenschnauzer, weiblich
MIMI, 5 Jahre, Malteser, von den Besitzern ausgesetzt aber von einer Freundin zu mir gebracht
TINA, 14 Jahre - Mix, Pudeldame, mit Epilepsie, von der Straße
BABY, 14 Jahre - Setterhündin, von Isolator Losenetz gerettet, 2 Tage vor ihrer Tötung
NASTASIA, 10 Jahre - Mix, von der Straße
DIDI, 10 Jahre - Mix, von der Straße
MEZANA, 10 Jahre - Mix, von der Straße geholt vor 8 Jahren, mit schwerer Krankheit



 http://sonyas--bulgarenhunde.npage.de
Vertretung Tierhilfe Süden Austria in Bulgarien





Sonya Mitreva


Gedanken eines sterbenden Hundes


Es war ein regnerischer Tag, als ich noch einmal einen Streifzug durch die große Stadt machen wollte. Der Rasen und die Büsche waren naß, und es war mir eigentlich doch zu ungemütlich, bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben. Doch den ganzen Tag hatte ich noch nichts gefressen,mein Magen knurrte so laut,und es tat weh...

Ich wollte so schnell wie möglich wieder zur Ruine zurück, denn nun fing auch schon wieder der Regen an. Die breite Straße, die mich von meinem ungemütlichen, feuchten Zuhause trennte, schien mir leer, und der Asphalt glänzte vor Nässe. Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war auf einmal da. So schnell kam es auf mich zu. Die Scheinwerfer blendeten meine Augen - und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz. Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinem Körper auf die Kante der Straße, die dort angebracht war, weil da ein Rasen und Bäume wuchsen. Ich hatte so furchtbare Schmerzen, und ich hatte solche Angst. Als ich mein Köpfchen hob, sah ich das Auto, das mich angefahren hatte, und ich konnte es nicht verstehen: es fuhr weiter. Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen! Und ich hatte doch solche Schmerzen! Ich versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Mein Hinterbein tat so schrecklich weh, und auch das Luftholen fiel mir furchtbar schwer. Jetzt fing es auch noch ganz stark zu regnen an, und ich spürte, wie sich um mich herum eine Pfütze bildete. Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich hatte kaum noch Kraft, meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase, lief in meinen Mund, und es tat so furchtbar weh! Autos fuhren an mir vorbei. Es waren viele Autos, und immer wieder versuchte ich, mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen, die in den Autos fuhren, sehen konnten, dass ich Hilfe brauche - doch keiner hielt an. Ich weinte vor Schmerzen, doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da, sie fuhren alle an mir vorbei. Ich fühlte, daß mein Leben zu Ende ging, und ich wollte doch gar nicht sterben! Ich war doch immer lieb gewesen! Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraute? Ich fing an zu frieren. Es war so kalt, und ich hatte so entsetzliche Schmerzen! Warum, ihr Menschen, fahrt ihr alle an mir vorbei? Warum helft ihr mir denn nicht? Ich möchte noch nicht sterben! Ich bin doch erst ein Jahr alt! Ich weiß nicht, wie lange ich in dieser nassen Pfütze gelegen habe. Ich wurde auf einmal ganz müde. Ich versuchte, mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten, doch ich hatte keine Kraft mehr. Mein Kopf fiel ins Wasser zurück und ich dachte: "Jetzt ist es aus. Jetzt stirbst Du." Da - auf einmal waren Menschen da. Sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen. Ich freute mich, trotz meiner schlimmen Schmerzen, so sehr! Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten. Sie fuhren mich zu einem Tierarzt, der ganz in der Nähe war, und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte. Die Menschenfrau, die mich trug, streichelte mich unentwegt, die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich, und die Fahrerin bemühte sich, vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte. Ich dachte an meine 9 Welpen, die in der Ruine alleine waren und auf mich warteten, und ich freute mich so sehr, dass man mir helfen wollte. Die fremden Menschen waren so besorgt, und wie gern wollte ich weiterleben in dieser Menschen- Welt! Ich hörte die Fahrerin sagen: "Endlich, wir sind da - jetzt wird alles gut!" - da wurde es um mich plötzlich dunkel und kalt, und ich spürte - es war zu spät! Ich hatte keine Kraft mehr in meinem Körper und fühlte keine Schmerzen mehr! In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand. Danke, den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwerverletzt mitnahmen, um mein Leben zu retten; danke den beiden Kindern, die vor Sorge um mich, einen unbekannten Strassenhund, weinten und Verachtung den Menschen, die so herzlos sind, an einem schwerverletzten Tier vorbeizufahren .....




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